Language
Veranstaltung

Die Räuber

Schauspiel von Friedrich Schiller

Mi, 24.06.20, 10:30 Uhr
Die Räuber
© Sarah Eigenseher
Die Räuber Stadthalle Erding
Agnes Decker, Elisabeth Hütter, André Stuchlik, Miriam Haltmeier © Forster
Die Räuber Stadthalle Erding
Elisabeth Hütter, Tobias Loth, Tim Weckenbrock, Agnes Decker, Miriam Haltmeier © Forster

Die ungleichen Brüder Franz und Karl Moor leiden unter mangelnder Anerkennung des Vaters (-Staat). Der eine von ihnen wird zum intriganten Machtpolitiker, der andere zum Räuber, Straßenkämpfer, Rebell. DIE RÄUBER schildert eine Gesellschaft, an deren Rändern sich Unzufriedenheit, Misstrauen und Gewalt regt und ist damit aktueller denn je.

Sex, Drugs and Rock’n’Roll – Karl hat es mit dem wilden Studentenleben ziemlich übertrieben, steht nun vor einem Berg Schulden und wird sogar polizeilich verfolgt. Er schreibt Graf Maximilian Moor, seinem Vater, um sich zu entschuldigen und von nun an ein geordnetes Leben zu führen. Doch sein Bruder Franz, der unter Liebesentzug des Vaters leidet, ist krankhaft eifersüchtig und manipuliert den Brief. Es kommt zum Eklat: Karl, der einstige Lieblingssohn, wird vom Vater verstoßen.

Unter der Regie von Julia Prechsl zeigt das Stück auf, was totalitäres Denken und Terrorismus anrichten. Eine Geschichte über eine Gesellschaft die ihre Mitte verloren hat und nur noch durch Hass und Rache angetrieben wird. Die Gewalt findet ihren Höhepunkt am Ende des Stückes, wenn die blutüberströmten Schauspieler wie Zombies auf der Bühne ihr Unwesen treiben. Präzise wird das Augenmerk auf die tatsächliche Handlung gelegt, in der die Geschlechterrollen nebensächlich werden. So wird der natternböse, giftige Franz von Regina Vogel und der charismatische Karl Moor von Elisabeth Hütter gespielt. Auch die Räuber werden gleichermaßen von Männern und von Frauen verkörpert.

„Das Theater glich einem Irrenhaus, rollende Augen, geballte Fäuste, heisere Aufschreie im Zuschauerraum. Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Tür. Es war eine allgemeine Auflösung wie ein Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht.“ Die Räuber, Friedrich Schillers erstes Drama, wurde 1782 in Mannheim uraufgeführt und löste dort einen Skandal aus. Mit großer Wildheit erzählt der damals gerade einmal 22-jährige Autor von Freiheitsdrang und der Unzufriedenheit einer Jugend mit der Vätergeneration, von Aufbegehren und Radikalisierung, gerechtem und ungerechtem Zorn auf die Gesellschaft, von Erwachsenwerden und Identitätsfindung.

Dauer: 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause

Regie: Julia Prechsl, Bühne & Kostüme: Birgit Leitzinger, Musik: Fiete Wachholtz, Dramaturgie: Thomas Gipfel.
Mit: Regina Vogel, Elisabeth Hütter, André Stuchlik, David Lau, Klaus Philipp, Tobias Loth, Tim Weckenbrock, Miriam Haltmeier, Agnes Decker.

 

Achtung: bei der Vorstellung wird Kunstblut und Stroposkop Licht verwendet und es fallen Schüsse.

Veranstalter: Erdinger Stadthalle

Mi, 24.06.20

Beginn: 10:30 Uhr
Einlass: 9:30 Uhr

Großer Saal
Theater
Reihenbestuhlung
Gastro: Foyerbar
Tickets: 9,00 €

Ticketshop:
Vorverkaufskasse am Alois-Schießl-Platz 1:
Mo/Mi/Fr 15-18 Uhr
und Di/Do 10-12 Uhr
Telefon: 08122/9907-12
(Mo-Fr 9-17 Uhr)
ticket@stadthalle-erding.de

Zurück

 © 2019 Erdinger Stadthallen GmbH | Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Add your Content here

Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu, pretium quis, sem. Nulla consequat massa quis enim. Donec pede justo, fringilla vel, aliquet nec, vulputate eget, arcu.